Dieses kleine Wort von dir : „Nein“ und plötzlich steht die Welt deines Kinds Kopf, es kann seine Emotionen nicht regulieren und bekommt einen Wutanfall. Und jetzt?

 

Wahrscheinlich hast du noch nicht verstanden was da gerade abgeht, wie also soll es dein Kind?

 

Schritt 1 – Situation beobachten

Exploriere die Situationen. Leg dir ein Tagebuch zu. (das ist übrigens ein ultimativer allrounder Tipp für alle emotionsbedingten Herausforderungen). Notiere dir genau was da gerade passiert ist. Was war die Situation? Welche Tageszeit? Welche Personen waren involviert? Welchen Verfassungszustand hatte dein Kind? Waren seine Grundbedürfnisse gedeckt, oder war es müde, hungrig reizüberflutet vom Tag? Wie hat sich die Situation angebahnt und was für ein Verhalten zeigte das Kind während des Anfalls. Wie hast du darauf reagiert?

 

Der erste Schritt gibt dir schonmal jede Menge Informationen und hilft dir wahrscheinlich schon die Situation besser zu verstehen. Verständnis ist die Voraussetzung für Kontrolle.

 

Schritt 2 – emotionalen Halt bieten

Sobald du die Situation verstanden hast, kannst du den Wutanfall voraussehen und ihn abfangen oder dich besser darauf vorbereiten, dass gleich ein Wutanfall kommt. Dir ist aufgefallen dein Kind ist nicht in seinen Grundbedürfnissen befriedigt, dann ändere das so schnell wie möglich. Wir alle wissen, hungrige oder reizüberflutete Kinder sind eine tickende Zeitbombe 😉 Wenn das nicht geht in der Situation und du dein Kind mit einem „Nein“ frustrieren musst, dann sei für ihn oder sie eine emotionale Stütze. Nimm es in den Arm oder zeige Verständnis für die Frustration. Das heisst aber nicht, dass du inkonsequent wirst! Denn sonst kennt sich dein Kind nicht mehr aus wo die Grenzen und der Halt ist und es versucht automatisch immer mehr und heftiger diese auszutesten.

 

Schritt 3 Verhalten und Emotionen spiegeln

Kinder lernen durch Imitation und dadurch das sie von uns ihr Verhalten und ihre Emotionslage gespiegelt bekommen. Keine Sorge, vieles davon machst du bereits automatisch und seit der Geburt deines Kindes. Du zeigst ihm mit einem gespiegelten traurigen Gesicht, mit deiner Stimmlage, dass es gerade traurig ist. Zusätzlich kannst du versuchen so viel wie möglich zu verbalisieren. „Ich sehe das du traurig bist. Dein Gesicht / Körper angespannt ist, oder du Wutfalten auf deiner Stirn ziehst.“ So gelingt es auch deinem Kind nach und nach zu begreifen was da gerade in ihm vorgeht.

 

Schritt 4 – praktische Tipps zum Umgang in der Wutsituation

Neben dem Spiegeln, kannst du mir älteren Kindern ab 3 / 4 Jahren auch die Wut externalisieren. So wird das Kind nicht als ganzes abgewertet, sondern ein Teil von ihm beschrieben. Also anstatt: „Du bist schon wieder so zornig, könntest du erstaunt darauf hinweisen das das kleine Brüllmonster auf seiner Schulter sitzt. (Welches man in einer ruhigen Minute super besprechen, zeichnen, nachspielen kann ect).

Du wirst auch schon gemerkt haben, dass es hilfreich sein kann die Situation zu wechseln und den Fokus auf etwas anderes zu lenken.

 

Schritt 5 – reden

Wenn sich das Kind beruhigt hat, ist es sinnvoll, je nach Alter, die Situation kurz nach zu besprechen, ohne das Kind mit zuviel Information und Reden zu überfordern. Zeige Verständnis und Empathie für die Welt deines Kindes. Mein Kind ist zb. 3  und ich muss mir oft vor Augen halten, dass sein Weltbild ein egozentrisches ist und er viele Zusammenhänge und vorrausschauendes Planen ja noch gar nicht kann!

 

Voraussetzung für all diese Prozesse ist wieder der Mama Energietank der möglichst voll sein muss, um diese Wutanfälle gut abzufangen und emotional selbst ruhig zu bleiben. Womit wir wieder bei den meisten der anderen Blogeinträge und meiner hauptsächlichen Arbeit mit Mamas – der Selbstfürsorge – sind. Es lohnt sich also für dich, auch meine anderen Blogartikel zu lesen 😊

Ich wünsche dir gutes Gelingen bei deiner mega Aufgabe als Mama und bei Fragen kannst du dich gerne an mich wenden. Alles Liebe

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