Mein Kind ist 3 Jahre alt, es hat gerade herausgefunden dass es eine eigene Meinung und einen Willen hat, und da er entwicklungstechnisch davon aus geht, dass sich die Welt um ihn dreht, versteht er natürlich nicht warum er sich gerade jetzt anziehen und das Haus mit mir verlassen muss. Ich stehe unter Termin und Zeitdruck und mein Kind geht immer mehr in Widerstand da er meine Nervosität spürt. Das ganze kann jetzt in Tränen enden, muss es aber nicht. Wenn du dich auch fragst wie du einen entspannten Alltag mit deinem Kind erleben kannst, dann habe ich hier ein paar Tipps für dich:

Zeit und Struktur sind das A und O

Ich habe gemerkt das es meinem Kind hilft, wenn er in der früh genügend Zeit hat um sich auch darauf einzustellen, dass wir demnächst das Haus verlassen werden. So kann er noch kurz seine Spielsachen sichten, während ich alles zum Gehen vorbereite. Natürlich hilft es ihm nicht, wenn ich sage, dass er noch 15 Minuten Zeit hat, bis wir das Haus verlassen. Damit er ein Zeitverständnis bekommt und ihm klar signalisiert wird, wann es Zeit ist zu gehen habe ich ihm eine tolle große Sanduhr mit buntem Sand geschenkt. Einen Link dazu findest du hier: https://amzn.to/2DDqEvP *

Alltagssituationen die zu gewohnten Zeiten, an gewohnten Orten stattfinden, geben dem Kind Orientierung und somit Halt. Seitdem ganz klar ist, dass nach dem Abendessen, der erste Weg ins Bad zum Zähneputzen führt, ist es auch kein Punkt mehr für ihn, den er diskutieren möchte. Ich bin mir sicher dazu fallen dir selbst genug Beispiele ein!

Nun zu dir!

Da ich auch Psychologin bin, möchte ich dir erklären, was du für dich und mit deinen Gedanken tun kannst, um einen entspannten Alltag zu führen. Das Fundament ist gute Selbstreflexion. Wenn dir gelingt zu reflektieren, welche Emotionen, Gefühlszustände und automatisierte Gedanken gerade bei dir ablaufen hast du schon halb gewonnen. Denn dann kannst du auch gezielt und rechtzeitig eingreifen.

Rechtzeitig den Stopp Knopf drücken

Wenn du spürst das deine Stimmung kippt, du ungeduldig oder verärgert wirst, ist es an der Zeit laut Stopp zu rufen. Diese Übung kann tatsächlich mit imaginativen Bildern geübt und lautem Stipp rufen geübt werden. Wenn es dir gelingt deine Gedanken und Gefühlszustände zu stoppen, kannst du langsam dazu übergehen ein gedankliches Stopp für dich selbst, auszusprechen.

Anhalten, Durchatmen, auf einer Metaebene reflektieren war da gerade abgeht

Frag dich warum du gerade ungeduldig oder verärgert bist. Vor allem nach ein paar tiefen Bauchatemzügen, gelingt es dir vielleicht klar zu denken und neue Lösungswege zu gehen. Dein Kind hat gerade einen Wutanfall weil ihr das Haus verlassen müsst? Im Idealfall hast du 5 Minuten Puffer eingeplant, kannst dich zu ihm auf Augenhöhe setzen, und ihm Verständnis entgegenbringen. Denn für ihn und seine kognitiven Fähigkeiten ist es gerade wirklich schwierig nachzuvollziehen warum er sein Spiel unterbrechen muss. Könnt ihr gemeinsam eine Lösung finden? Ist es möglich ein kleines Spielzeug mit ins Auto zu nehmen oder etwas daheim aufgebaut zu lassen, wo genau fixiert wird wann dort weitergespielt wird? Ich bin sicher dein Kind kommt mit deiner Hilfe auf tolle Ideen.

Wenn du gerne mit mir deine individuellen Herausforderungen durchsprechen möchtest, weil du das Gefühl hast, ein externer Blick auf eure Situation könnte dir helfen, oder du bewusster an deiner Selbstfürsorge arbeiten möchtest, dann schreib mich an!

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